Der Apostelbrief

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Kita jetzt vierhändig

Nach 17 Jahren gibt Ina Oppenländer die Leitung der Kindertagesstätte der Apostelkirche ab. Nach langer Suche entschied man sich für die nächstliegende Lösung: Zum 1. Januar übernehmen mit Erzieherin Sara Schmid und Kindheitspädagogin Susanne Schlechtweg-Herpich zwei Mitglieder aus dem bestehenden Kita-Team gemeinsam die Leitung. Wir haben uns mit Ihnen unterhalten.

Ab sofort wird in der Leitung vierhändig gespielt. Wer übernimmt welche Rolle?
Sara: Wir freuen uns beide auf die bevorstehenden Aufgaben. Ich übernehme hauptsächlich die Funktionen, die im Kindergarten anfallen, wie z.B. Verwaltung, Vernetzung mit der Schule und die Öffentlichkeitsarbeit. Susanne wird die Krippenorganisation und -verwaltung übernehmen.

Was wird sich durch den Leitungswechsel ändern, was wird übernommen?
Susanne: Alles, was gut funktioniert hat, werden wir natürlich so beibehalten, beispielsweise der Übergang von der Krippe in den Kindergarten oder die Vorbereitung auf das teiloffene Konzept bei den Größeren. Alles, was wir neu entwickeln wollen, geschieht unter Einbeziehung des Teams. Hier ist jeder eingeladen, ja sogar aufgefordert, sich einzubringen.

Sara: Auch im Kindergarten haben wir gute Strukturen geschaffen, die so weitergeführt werden. Ein wichtiger Baustein ist das angesprochene teiloffene Konzept. Jedes Kind hat eine Stammgruppe. Außerhalb der Zeiten dort können die Kinder sich aussuchen, wo sie sich beschäftigen wollen. Mit unseren Werkstätten haben wir Räume für die freie Entfaltung geschaffen, etwa in der Spiele-, der Kreativ- und der Lernwerkstatt, sowie der Werkstatt für Hauswirtschaft.

Die Leitung kommt jetzt aus dem eigenen Kita-Team. Seht ihr darin Gefahren?
Sara: Ich sehe eher Vor- als Nachteile. Wir konnten die Entwicklung des Teams miterleben, waren beim Umzug ins neue Haus dabei und sind beide in das Team und in die Aufgaben hineingewachsen. Zudem kennen wir die Strukturen und handelnden Personen. Und: Wir werden stärker das Team an der Leitung beteiligen, als das bisher der Fall war.

Susanne: In der Krippe wird es keine großen Veränderungen geben. Ich habe vor Jahren den Krippenbereich mit aufgebaut und die Leitung bereits gelebt, ohne den offiziellen Titel zu tragen. Für mich ist die Doppelspitze eine Chance der noch engeren Zusammenarbeit zwischen Krippe und Kindergarten.

Was ist Eure persönliche Motivation und welche Wünsche habt Ihr?
Sara: Ich freue mich auf die neue Aufgabe und schätze es sehr, trotzdem weiterhin täglich mit den Kindern arbeiten zu können. Schön wäre eine stärkere Einbindung der Kirchengemeinde hier im Kiga, etwa durch Leseomas.

Susanne: Mir ist die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig, genauso wie die frühkindliche Bildung. Daher möchte ich im Leitungsteam die Pädagogik unseres Hauses im Hinblick auf eine stärkere Vernetzung der beiden Bereiche weiterentwickeln.

Gemeinsam wollen wir spannende Begegnungen zwischen Krippen- und Kindergartenkindern schaffen und alle Kinder auf ihrem Weg von der Wiege bis zur Schulzeit bestmöglichst begleiten.

Sara Schmid
Ich bin 33 Jahre alt und wohne in Würzburg. Aufgewachsen bin ich zweisprachig in Genf und in Kempten. In Genf habe ich in einer Kinderkrippe gearbeitet und in Kempten in einem Kindergarten und einer sonderschulvorbereitenden Einrichtung. Seit achteinhalb Jahren arbeite ich nun im Team dieser Kindertagesstätte mit.

Susanne Schlechtweg-Herpich
Ich bin 49 Jahre alt, habe drei erwachsene Söhne und arbeite seit 2004 in dieser Einrichtung als Erzieherin. 2006 habe ich zusammen mit meiner Kollegin Sylvia Oschinski die erste Krippengruppe Gerbrunns in der alten Schule aufgebaut. Ein berufsbegleitendes Studium zur Kindheitspädagogin an der evangelischen Hochschule in Nürnberg konnte ich im Dezember 2014 erfolgreich abschließen und bin nun Kindheitspädagogin (BA).

Sprechzeiten
Susanne Schlechtweg-Herpich: 7:00 bis 7:30 Uhr, Telefon 4047736
Sara Schmid: täglich von 11 bis 16:30 Uhr, Telefon 708214

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