Schon als Jugendliche war Christine Studtrucker (29) in ihrer Heimatgemeinde im Nürnberger Land mit großer Leidenschaft in der Jugendarbeit aktiv. „Da hatten wir eine Diakonin, die mir dann empfahl, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen“, erinnert sie sich. So folgte auf das Abitur ein Studium in Diakonik in Rummelsberg und parallel dazu die Fachausbildung in sozialer Arbeit. Ihre erste Entsendung führte die junge Frau für vier Jahre in den hohen Norden Bayerns, nach Bad Neustadt an der Saale. Ihr Freund zog ihr nach, fand Arbeit in Würzburg und so lag es nahe, dass sie sich auf die freigewordene Stelle von Magdalena Kurth bewarb, die mit ihrer Familie nach Tansania gegangen ist. „Magdalena und ich kennen uns schon länger aus meiner Ausbildungszeit. Wir verstehen uns prima und es ist schön, dass ich vieles direkt bei ihr nachfragen kann“, erzählt sie. Studtruckers Arbeit ist zweigeteilt: mit einer halben Stelle ist sie am Hubland für die dort angrenzenden Gemeinden im Einsatz, die andere Hälfte ihrer Zeit füllt die Arbeit als geschäftsführende Dekanantsjugendreferentin. Oberste Priorität für Studtruckers Arbeit mit jungen Menschen ist es, deren eigene Ideen aufzugreifen und so weit wie irgend möglich zu unterstützen. Jugendarbeit versteht sie als gemeinsamen Prozess: „Es geht dabei ganz viel um Beziehungsarbeit, um gegenseitiges Kennenlernen, Vertrauen aufbauen und ins Gespräch kommen“. Natürlich hat sie auch eigene Ideen im Gepäck. Ein Jugendtreff auf dem Hubland steht dabei ganz oben auf der Liste. „Wir brauchen einen Ort, wo Jugendliche sich einfach treffen, Tischkicker spielen, Musik hören und wo sie auch gemeinsam etwas unternehmen können, beispielsweise kochen und essen.“ Auch Freizeiten würde Studtrucker gerne organisieren, sind sie doch perfekte Gelegenheiten, sich in kurzer Zeit gut kennenzulernen. Studtrucker ist dankbar, dass die Arbeit mit den Konfirmand*innen der drei Gemeinden bereits gemeinschaftlich organisiert ist. „In einer solchen großen Gruppe kann man einfach viel mehr machen als in Kleingruppen“, sagt sie. Auch im Kontakt mit der Stadt Würzburg und den politischen Akteur*innen, sowie in diversen Gremien möchte sie die Interessen der Jugendlichen wirksam vertreten. Dazu gehört natürlich auch, die unterfränkische Region besser kennenzulernen. „Dabei werde ich auch gerne auf die Expertise der Jugendlichen zurückgreifen. Ich freue mich schon sehr darauf.“
Karen Anke Braun
Evang.-Luth. Auferstehungskirche
Würzburg