Der Apostelbrief

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Geistliches Wort

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Gottes Wege sind unerforschlich – so pflegen wir gemeinhin zu sagen und meinen damit, dass wir nicht wissen können, wohin unser Leben, wohin Gott uns führt.

Aber ist das so einfach?

Genügt es zu sagen: der Herr, mein Hirte, führet mich und dabei die Hände in den Schoß zu legen, ganz ergeben in mein Schicksal, das geduldige Schaf, dass dem Hirten hinterher trottet?

Es ist dir doch gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert: nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Der Herr, mein Hirte – er führt mich nicht nur, er weist mir den Weg auch voraus. Er setzt Wegmarken, damit ich nicht in die Irre gehe, das Wort Gottes als leuchtende Begrenzungspfähle im Dämmerlicht.

Er hat einen Wegweiser aufgestellt an meinen Lebenskreuzungen, darauf steht: Liebe üben – die Straße dahinter ist schmal und steil.

Am Wegesrand: Geschwindigkeitsbegrenzungen. „Demütig sein vor deinem Gott“, den Raser trägt es schnell mal aus der Kurve.

Wohl dem, der Gottes Wege geht. So unerforschlich also sind sie nicht. Es ist uns gesagt, was gut ist und wir können die Schilder am Wegesrand lesen: dem anderen auch mal die Vorfahrt seiner Meinung gewähren; munter in die Einbahnstraße der Vergebung einbiegen; Alltagsgewohnheiten am Parkplatz abstellen und den neuen, unbekannten Wegen folgen, die zu den Menschen und zu Gott führen.

Wohl dem, der Gottes Wege geht und um Gottes Segen bittet – er wird geführt und erhört werden.

Das wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin Julia Conrad